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KIM — Kommunikation im Medizinwesen

E-Mail-System der TI für ärztliche Kommunikation.

Hintergrund und Definition

KIM ist der E-Mail-Dienst der Telematikinfrastruktur — verschlüsselt, signiert, mit eHBA- und SMC-B-Anbindung. Er wurde 2020 eingeführt und ist Pflicht für eAU-Versand, elektronische Arztbriefe und ärztliche Korrespondenz innerhalb der TI. Technisch basiert KIM auf S/MIME über eine fachdienst-zertifizierte Infrastruktur. Anbieter sind verschiedene zugelassene KIM-Provider (z. B. von PVS-Herstellern, Verbänden oder Telekommunikationsunternehmen). KIM-Adressen folgen einem eigenen Namensschema und sind nicht mit normalen E-Mail-Adressen kompatibel. Anhänge dürfen typischerweise bis 25 MB groß sein. Die Integration ins PVS ist Voraussetzung für reibungslose Nutzung. Probleme entstehen häufig durch Zertifikats-Updates, Kompatibilitätsprobleme zwischen Versionen oder fehlerhafte Konfiguration nach PVS-Updates.

Was das für die Praxis bedeutet

KIM-Clients sind anfällig für Update-Probleme. Wenn der KIM-Client streikt, gehen keine eAU und keine eArztbriefe mehr raus — bis IT-Support eingreift. Eine MFA mit klarem KIM-Verantwortungsbereich (Posteingang prüfen, Fehlerliste sichten) ist Gold wert. KIM-Adressen finden Sie über das gematik-Verzeichnisdienst oder direkte Anfrage; viele Praxen sammeln häufig genutzte Adressen lokal. Bei Anhängen mit MRT, CT oder Foto-Befunden lohnt vorab die Größenprüfung, sonst kommt die KIM-Nachricht zurück. Wer KIM intensiv nutzt, sollte regelmäßig den Posteingang archivieren — die Mailbox-Größen sind begrenzt.

Beispiele aus dem Praxisalltag

Typische Stolperfallen

Verwandte Begriffe

Quellen und weiterführende Hinweise

Hinweis: Dieser Lexikon-Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine rechtliche oder medizinische Beratung im Einzelfall.

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