ICD-10
Internationale Klassifikation der Krankheiten — Code-System für Diagnosen.
Internationale Klassifikation der Krankheiten — Code-System für Diagnosen.
Die ICD-10-GM ist die deutsche Modifikation der internationalen Klassifikation der WHO und wird vom Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM) herausgegeben. Jede Diagnose hat einen alphanumerischen Code aus Buchstaben und Ziffern (z. B. M54.5 für unspezifischen Rückenschmerz). Die Codes sind Pflicht für die Quartalsabrechnung mit der KV, für Krankenhausentgelte (DRG), Arbeitsunfähigkeit, DMP und viele weitere Bereiche. Das Diagnose-Sicherheits-Kennzeichen (G für gesichert, V für Verdacht, A für ausgeschlossen, Z für Zustand nach) ist Pflicht in der vertragsärztlichen Abrechnung. Die ICD wird jährlich aktualisiert; ab 2027 löst die ICD-11 sie schrittweise ab. ICD-Codes prägen Honorar, Chroniker-Status, DMP-Berechtigung und Plausi-Bewertung gleichermaßen. Sie sind damit das wichtigste strukturierte Datenelement der ambulanten Versorgung.
Falsche, vage oder fehlende ICD-Codes lösen KV-Rückforderungen aus, weil Ziffern und Diagnosen nicht zusammenpassen. Bei vagen Beschwerden ("müde, Kopfweh") ist die Code-Auswahl zeitintensiv und fehleranfällig — der Klassifikator kennt rund 13.000 Endcodes. Routinierte Praxen nutzen Codeketten, etwa Hauptdiagnose plus Komorbiditäten, weil daran Chronikerstatus und DMP-Pauschalen hängen. Das Sicherheits-Kennzeichen wird häufig vergessen oder pauschal auf "G" gesetzt — beides ist riskant. Bei chronischen Patienten lohnt eine kurze Quartals-Routine, in der Stamm-Diagnosen geprüft und gepflegt werden. KI-gestützte Doku kann ICD-Vorschläge mit Konfidenz-Markierung liefern, die der Arzt aktiv bestätigt.
Hinweis: Dieser Lexikon-Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine rechtliche oder medizinische Beratung im Einzelfall.
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