GDT — Gerätedatenträger
Standardprotokoll zum Datenaustausch zwischen Praxisgeräten und PVS.
Standardprotokoll zum Datenaustausch zwischen Praxisgeräten und PVS.
GDT (Gerätedatenträger, Teil der xDT-Familie der KBV) ist seit den 1990er-Jahren der deutsche Standard für den Datenaustausch zwischen Medizingeräten und Praxisverwaltungssystemen (PVS). Er ist textbasiert, einfach aufgebaut und damit sehr robust. Typische Geräte mit GDT-Schnittstelle: Laborautomaten, EKG, Spirometrie, Audiometrie, Sonographie, Blutdruckmessgeräte, Blutzucker-Geräte und neuerdings KI-gestützte Doku-Tools. Die Kommunikation läuft meist über zwei Dateien in einem gemeinsamen Verzeichnis: das PVS legt eine Auftragsdatei mit Patientendaten ab, das Gerät schreibt nach Messung eine Antwortdatei mit Befundwerten zurück. GDT ist klar nationaler Standard — international gilt HL7 oder FHIR. Die Spezifikation ist über die KBV erhältlich. Trotz seines Alters ist GDT robust und in der ambulanten Versorgung dominierend.
Wenn ein KI-Anbieter "GDT-Schnittstelle" anbietet, ist die Anbindung an fast jedes deutsche PVS möglich, ohne dass das PVS verändert werden muss. Die Einrichtung braucht typischerweise 30 bis 90 Minuten — Verzeichnis festlegen, Patienten-IDs und Feldzuordnungen testen. Probleme entstehen meist bei Sonderzeichen, Umlauten und Datums-Formaten. Eine MFA mit IT-Affinität reicht für die Erstkonfiguration meist aus. Wenn das PVS aktualisiert wird, sollte die GDT-Schnittstelle danach getestet werden — Pfade ändern sich gelegentlich. Bei Multi-Geräte-Setups (Labor, EKG, KI parallel) lohnt sich eine kleine Übersicht, welches Verzeichnis welches Gerät bedient.
Hinweis: Dieser Lexikon-Eintrag dient der Orientierung und ersetzt keine rechtliche oder medizinische Beratung im Einzelfall.
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