TI fällt aus — was jetzt? KI-Doku im Offline-Modus
Wenn die Telematikinfrastruktur ausfällt, steht die Praxis still. Was Ersatzverfahren leisten, was KI-Doku auch ohne Netz kann — und wie Sie vorbereitet sind.
Wenn die Telematikinfrastruktur ausfällt, steht die Praxis still. Was Ersatzverfahren leisten, was KI-Doku auch ohne Netz kann — und wie Sie vorbereitet sind.
Mittwochmorgen, 8:14 Uhr. Der Konnektor blinkt rot, der eRezept-Server antwortet nicht, KIM-Nachrichten gehen nicht raus. Das Wartezimmer füllt sich. Sie haben drei Möglichkeiten: Patienten nach Hause schicken, händisch arbeiten und alles später nachtragen — oder weiterarbeiten, weil Ihre Werkzeuge auch ohne Netz laufen. Die dritte Option ist 2026 möglich. Sie braucht aber Vorbereitung.
Die Telematikinfrastruktur fällt in Deutschland überraschend oft aus — laut gematik-Statusberichten 2025 hatten Ärzte im Schnitt acht relevante Störungen pro Jahr. Für einige Anwendungen gibt es Ersatzverfahren, geregelt im Bundesmantelvertrag-Ärzte (BMV-Ä):
Wer Ersatzverfahren nutzt, muss die Störung im Praxis-Tagesprotokoll dokumentieren. Bei längeren Ausfällen lohnt der Hinweis bei der KV — manche fordern bei häufigen Ausfällen Belege.
Die Telematikinfrastruktur ist nicht das gleiche wie Ihr normales Praxis-Internet — aber in der Realität hängt vieles am gleichen Anschluss. Wenn der Konnektor nicht erreichbar ist, ist häufig auch die Internet-Leitung gestört. Eine Cloud-basierte KI-Doku ist dann ebenfalls offline.
Heißt: Sie sitzen vor dem Patienten, das Mikrofon der Cloud-Lösung wartet auf Server-Antwort, und nichts passiert. Sie schreiben mit. Abends tragen Sie alles nach. Genau der Modus, den Sie eigentlich loswerden wollten.
“Beim letzten großen Ausfall hatte ich drei Stunden lang keinen Computer-Zugriff auf irgendetwas. Mein KI-Tool? War das erste, was nicht mehr ging.” — Hausarzt aus dem Saarland
Lokale KI auf einem Gerät in der Praxis arbeitet weiter, weil sie nicht ins Internet muss. Konkret heißt das:
Das ist nicht ganz die volle Leistung. Aber es ist deutlich besser, als händisch mitzuschreiben und abends drei Stunden nachzutragen.
Was Sie heute schon vorbereiten können — unabhängig vom Anbieter:
| Maßnahme | Aufwand | Nutzen |
|---|---|---|
| Papierrezepte (Muster 16) im Vorrat | 5 Min, einmalig | hoch |
| AU-Formular auf Papier griffbereit | 5 Min, einmalig | hoch |
| Liste mit Telefonnummern (KV, gematik, IT) ausgedruckt am Empfang | 15 Min | mittel |
| Dokumentations-Vorlage für Tagesprotokoll bei Störung | 30 Min | mittel |
| Test: Was geht in der Praxis weiter, wenn das Internet aus ist? | 1 Stunde, einmal pro Quartal | hoch |
| Klärung mit Anbieter: Funktioniert KI-Doku ohne Internet? | 10 Min Telefonat | hoch |
Der letzte Punkt ist der entscheidende. Bei vielen Cloud-Anbietern lautet die ehrliche Antwort: nein. Bei lokaler KI lautet sie: ja, mit Einschränkungen. Wer jetzt einkauft, sollte das mitfragen.
Die KBV hat 2025 mehrfach Resolutionen verabschiedet: TI-Stabilität sei Voraussetzung für Pflichten. Bei massiven Störungen sollen Praxen nicht für nicht-eingehaltene digitale Prozesse haften. Der praktische Effekt ist begrenzt — Sie stehen trotzdem vor dem Patienten und müssen entscheiden. Aber rechtlich sind Sie bei dokumentiertem Ausfall auf der sicheren Seite.
Bei Otium läuft die Sprachverarbeitung auf einem Gerät in Ihrer Praxis. Wenn die TI ausfällt — und mit ihr oft das Internet — schreibt Otium weiter mit. Sie verlieren den Komfort der ausführlichen Brief-Variante, aber nicht die Stunde, die Sie sonst abends nachholen müssten.
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