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Ratgeber · 7 Min Lesezeit ·

Was passiert mit Ihrer KI, wenn der Anbieter pleitegeht?

Vendor-Lock-in, Datenexport, Löschbestätigung, auditierbare Modelle: Wie Sie sich vor dem Ausfall eines KI-Anbieters strukturell schützen.

KI-Anbieter sind junge Firmen. Die meisten existieren weniger als fünf Jahre, viele finanzieren sich aus Wagniskapital, einige werden in den nächsten 24 Monaten verschwinden — durch Insolvenz, Übernahme oder Strategiewechsel. Wer als Praxis darauf nicht vorbereitet ist, steht im schlimmsten Fall ohne nutzbare Software und ohne Zugriff auf eigene Daten da.

Drei realistische Szenarien

Nicht jede Anbieter-Krise ist eine Insolvenz. Drei Szenarien sind in der Branche bereits beobachtet worden:

„Unser ursprünglicher Anbieter wurde von einem US-Konzern gekauft. Plötzlich liefen unsere Daten über Server in Virginia. Wir haben gewechselt — der Wechsel hat sechs Monate gedauert.” — IT-Verantwortlicher einer MVZ-Gruppe

Was Vendor-Lock-in konkret bedeutet

Lock-in heißt: Der Wechsel ist nicht nur unbequem, sondern teuer oder unmöglich. In der medizinischen KI gibt es drei typische Formen:

Wer alle drei vermeidet, kann jederzeit wechseln. Wer in alle drei läuft, ist gebunden.

Die Vier-Wochen-Notfallübung

Eine einfache Vorsorge: Tun Sie einmal pro Jahr so, als müssten Sie in vier Wochen den Anbieter wechseln. Beantworten Sie schriftlich:

Die Übung dauert zwei Stunden. Wenn Sie sie nicht beantworten können, haben Sie ein Problem — egal, wie stabil der Anbieter wirkt.

Auditierbare Modelle als Rückversicherung

Hinter jeder KI steht ein Modell. Es gibt zwei Welten: proprietäre Black-Box-Modelle (GPT, Claude, Gemini) und auditierbare Modelle, deren Architektur und Gewichte dokumentiert sind. Auditierbare Modelle haben einen entscheidenden Vorteil im Pleite-Szenario: Sie laufen weiter, auch wenn der Anbieter weg ist.

Vergleich der Optionen:

ModelltypBei Anbieter-PleitePraxis-Eignung
Proprietäres Cloud-ModellSoftware unbrauchbarHohe Bequemlichkeit, hohes Risiko
Proprietäres lokales ModellSoftware läuft, keine UpdatesMittleres Risiko
Auditierbares Modell lokalSoftware läuft auch ohne Original-Anbieter weiterNiedrigstes Risiko

Wer auf auditierbare, lokal lauffähige Modelle setzt, ist nicht von einem einzelnen Unternehmen abhängig — auch nicht von dem, der die Hardware geliefert hat.

Hardware vor Ort als struktureller Schutz

Eine KI-Lösung mit eigener Hardware in der Praxis schützt strukturell vor Anbieter-Risiken:

Das gilt nicht automatisch für jede „On-Premise”-Lösung. Manche Anbieter installieren proprietäre Software auf otium.arx, die nach Anbieter-Aus genauso unbrauchbar ist wie eine Cloud. Achten Sie auf:

Was im Vertrag stehen sollte

Drei Klauseln gehören in jeden KI-Vertrag:

Anbieter, die diese Klauseln ablehnen, sind ein Risiko, auch wenn sie heute solide wirken.

Praktischer Hinweis

Hardware in der eigenen Praxis mit auditierbaren Modellen ist die belastbarste Vorsorge gegen Anbieter-Risiken — die Software läuft, die Daten bleiben, der Wechsel ist möglich. otium.doc setzt genau darauf: lokale Hardware, auditierbare Modelle, dokumentierte Datenformate.

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